Grosschadensereignisse sind extrem medienwirksam und müssen deshalb auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit trainiert werden. Auch wenn die Auslöser völlig unterschiedlich sein können, ähneln sich die Muster: Menschen kommen zu Schaden oder ums Leben, erhebliche wirtschaftliche Werte werden zerstört. Das öffentlichkeitswirksame lähmende Entsetzen wird kanalisiert in eine Schuldfrage. Leitmedien können durch skandalierende Berichterstattung Grundängste bedienen. Denn Angst wirkt auflagensteigernd. Betroffene Unternehmen sollten sich im Rahmen der Krisenkommunikation - als wesentlicher Bestandteil des Krisenmanagements - nicht an Spekulationen über Schuldfragen beteiligen. Mangelnde Fürsorge und Verantwortung für die Opfer, öffentlich geführte juristische Auseinandersetzungen und Flucht in Versachlichung wirken kontraproduktiv und verstärken die Krise.
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